Nordkaptunnel

Tageskilometer:      99,72 km

Zeit:           5:41:27 h

Geschwindigkeit:   17:51 km/h



 Gesamtkilometer:                              5079 km

Schnellste Etappe:   11.08.          21,02 km/h

Gesamtzeit:                                   273:43 h

Längste Etappe:   21. Etappe        139,5 km



An der Steilküste zur Mondlandschaft

 

Durch die Mails mit den Malaika Childrens Home haben wir erfahren, dass die Kinder dort immer an uns denken und jeden Tag für uns beten. In den letzten Tagen müssen sie sehr fleißig gewesen sein. Heute schien wieder die Sonne, sogar um 10:00 Uhr war es schon 15° warm, zudem kam heute noch ein ordentlicher Rückenwind hinzu. So lässt es sich radeln.

 

Wir fuhren dann an einer Steilküste entlang, rechts das Meer und links Felswände, die aussahen, als wären sie auf Schifferplatten gestapelt. Es war ein grandioses Panorama, bei dem wir sehr gut vorankamen, nur das ein oder andere Rentier verlangsamte unsere Fahrt. Dabei war auch ein weißes mit rötlichem Geweih. Wir nutzten das tolle Wetter auch, um mal die Füße in Polarmeer zu stellen (70°35´19´´), mehr war nicht drin. Diese waren auch gleich durchgefroren und erst nach zwei Stunden wieder einigermaßen warm, aber wir waren drin.

Noch weiter im Norden wurde die Landschaft noch karger, und nur noch Gräser, Moos und Steine dominierten die Szenerie, alles war irgendwie surreal und gleichzeitig perfekt.

In der Zwischenzeit hatten wir die ersten Tunnels des Tages schon durchfahren. Der erste war über 3000 m lang, die zwei anderen deutlich kürzer, aber der Tunnelhöhepunkt der Tour stand uns noch bevor: der Nordkaptunnel. Dieser ist 6870 m lang und geht 212 m u.NN vom Festland auf die Insel Magerøya, auf der das Nordkap liegt. Zuerst geht es da steil bergab und nach einem kurzen flachen Stück wieder bergauf. Die Steigungen gehen dabei bis zu 9% hoch und runter. Wir empfanden den Tunnel als gar nicht so schlimm, die Steigungen sieht man gar nicht so, denn man hat keine Orientierungspunkte außerhalb, man merkt es nur an der Geschwindigkeit und am Kraftaufwand. Der Tunnel selber ist gut beleuchtet und sehr gut markiert, so dass wir immer wussten wie lang es noch geht. Der Verkehr hielt sich in Grenzen. Unangenehm war nur die Kälte, sehr schnell ging das Thermometer auf unter 10°C,  aber so geht es uns in allen längeren Tunnels. Die Belüftungsanlange war auch etwas arg laut, beim runterfahren fiel es uns gar nicht so sehr auf, aber da waren wir auch etwas schneller. Beim Hochfahren zog sich der Lärm aber über etwas 5 min. hin...

Kurz vor Honningsvåg kam noch ein Tunnel mit 4440 m und dann hatten wir unser heutiges Ziel erreicht.

 

Iris & Alfred


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